Soweit so guat

Man war zwar höchstpersönlich dabei, aber wer kann schon mit Gewissheit sagen, ob das Datum seiner eigenen Geburt auch hundertprozentig stimmt! Zumal es selbst für Säuglinge, deren Gene von Anfang an einen außerordentlich hohen IQ versprechen, schwer möglich sein dürfte, mittels einer kurzen Notiz, Jahr und Tag sogleich schriftlich festzuhalten. So bleibt auch mir nichts anderes übrig, als dem Eintrag im Stammbuch sowie den mündlichen Überlieferungen Glauben zu schenken. Demnach wäre es der 27. Juli 1961 gewesen, an dem ich das Licht der Welt erblickte. Das Ganze soll in Ebingen stattgefunden haben.  

Mein Elternhaus stand und steht in Winterlingen auf der schönen Schwäbischen Alb, und dort ließ es sich gut aufwachsen. Hätte es nicht irgendwann geheißen: " So Kerle, jetz bischt graoß gnuag, jetz gohscht ge schaffa!" - es wäre schon auszuhalten gewesen.

Nach einer mehr als unlustigen Ausbildung zum Industriemechaniker beschloss ich, mein Heil in der Flucht zu suchen, packte meine Siebensachen und war ein paar Monate später mit einem Marineschulschiff auf den Weltmeeren unterwegs. Diese Bordzeit dauerte annähernd vier Jahre. Es folgten weitere vier Jahre Leben und Arbeit in Kiel, wo mein "schwäbischer Fleiß" bei den norddeutschen Kollegen immer wieder ungläubiges Staunen hervorrief (des send dia halt ed gwehnt). Und das, obwohl sich diese schwäbische Tugend bei mir - gemessen an meinen Landsleuten - durchaus in Grenzen hält. Schließlich beendete ich meine Wanderjahre und folgte dem Ruf der Heimat, die mir mit diesem eigentlich die ganze Zeit über- mal mehr, mal weniger - in den Ohren gelegen hatte. 

Heute lebe ich mit meiner Lebensgefährtin, nebst zwei Töchtern, glücklich und zufrieden auf der schönen Alb. 

 Nach Veröffentlichungen erster Gedichte in Zeitungen und Heimatkalendern erschien im Jahr 2005 mein erstes Buch.

Top